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Über mich

...oder wie ich zur Politik kam und was mich umtreibt.

Wie erfolgreich DIE LINKE ist, entscheidet sich aus meiner Sicht nicht vorrangig in den Parlamenten. Wichtig ist, dass es uns vor Ort - in den Schulen, Hochschulen, auf der Straße und in den Betrieben - gelingt, gesellschaftlichen Widerstand gegen die herrschende neoliberale Politik zu mobilisieren. Unsere parlamentarischen Aktivitäten können und müssen dieses Ziel unterstützen. In diesem Sinne streite ich seit Herbst 2005 als Thüringer Abgeordnete der LINKEN im Bundestag für eine grundlegende Bildungsreform. Bildungspolitische Forderungen sehe ich dabei als einen wichtigen Bestandteil im Kampf für eine soziale und demokratische Politik auf dem Weg zu einer sozialistischen Gesellschaft.

Auch vor meiner Wahl in den Deutschen Bundestag war ich politisch aktiv. So habe ich mich schon während meiner Schulzeit in Baden-Württemberg, wo ich mit drei Geschwistern in einem kleinen Dorf im Zollernalbkreis aufgewachsen bin, in die SchülerInnenvertretung eingebracht. Nach meinem Abitur im Jahr 1999 habe ich an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Politikwissenschaft, Interkulturelle Wirtschaftskommunikation und Islamwissenschaft studiert und von Anfang an im dortigen Studierendenrat mitgearbeitet. Nach Auslandsemestern in Damaskus (Syrien) und Osaka (Japan), die ich mit einem dem Bachelor vergleichbaren Abschluss in Asienwissenschaften beendete, begann ich, mich auch in die bundesweite studentische Interessenvertretung einzubringen. Von 2003 bis 2005 war ich Vorstandsmitglied im studentischen Dachverband fzs, dem freien zusammenschluss von studentInnenschaften. In dieser Zeit habe ich die bundesweiten studentischen Proteste im Wintersemester 2003/04 koordiniert, die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Studiengebühren im Januar 2005 erlebt und mich immer wieder dafür eingesetzt, bildungspolitische Forderungen nicht isoliert, sondern im gesamtgesellschaftlichen Interesse zu betrachten. Daraus resultierte unter anderem eine enge Bündnispolitik mit Gewerkschaften.

Mitglied einer Partei bin ich erst im Frühjahr 2005 geworden, als nach der für die SPD gescheiterten Landtagswahl in NRW und den folgenden Neuwahlen zum Bundestag der Prozess zur Gründung einer gesamtdeutschen linken Partei begann. Ich habe dieses Ziel von Anfang an unterstützt und mich auf vielfältige Weise in den Parteibildungsprozess eingebracht. Auch gegenwärtig arbeite ich in mehreren Gremien der Partei mit. Unter anderem bin ich eine der SprecherInnen der BAG Bildungspolitik und seit Oktober 2007 Mitglied in der neu eingerichteten Programmkommission. Neben meiner Parteimitgliedschaft bin ich auch Mitglied im Jugendverband Linksjugend [´solid] und arbeite im Forum Hochschulpolitik des Studierendenverbandes von DIE LINKE.SDS mit.

In Sitzungswochen bin ich in Berlin. Die übrige Zeit lebe ich mit meinem Freund in Erfurt, doch mein Wahlkreis und meine politische Heimat ist der Gotha-Ilmkreis. Die Arbeit vor Ort ist mir sehr wichtig. Deshalb habe ich mich früh dafür entschieden, mein Wahlkreisbüro in Gotha als offenes linkes Zentrum zu gestalten, das von zahlreichen Bündnispartnern, wie dem Gothaer Friedenskreis, den Young Socialists oder dem Offenen Bündnis für soziale Gerechtigkeit mit genutzt wird. Vor Ort organisieren wir zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen und mobilisieren auch zu bundesweiten Aktivitäten - beispielsweise zu den G8-Protesten im Sommer 2007. Wie und wann das Büro zu erreichen ist, findet man unter "Kontakt".